• 20.07
    2016

    Allgemein

    Hunderte iranische JournalistInnen haben in den vergangenen Tagen anonyme SMS erhalten, in denen sie vor „Kontakten und Zusammenarbeit mit feindlichen Elementen im Ausland – per Mail oder über andere Kommunikationsmittel“ gewarnt werden. Solche seien „ein Verbrechen und werden vor Gericht gebracht“, heißt es in der Nachricht weiter, wie die Agentur ISNA bereits am Samstag berichtete. Die SMS, die von vielen EmpfängerInnen in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, endet mit dem Satz: „Diese SMS ist die letzte Warnung.“ Die iranische Justiz stufe die Nachricht nicht als „Drohung“, sondern als „Warnsignal“ ein, sagte deren Sprecher Gholamhossein Mohseni Ejei Nachrichtenagenturen zufolge am Montag. Es sei unklar, wer die SMS verschickt habe, so Mohseni Ejei. Aber Kooperation mit „antirevolutionären und regimefeindlichen Medien oder Institutionen“ sei auf jeden Fall strafbar, betonte der Justizsprecher. Die SMS habe unter JournalistInnen Besorgnis ausgelöst, sagte der Abgeordnete Ali Motahari. Die Geheimdienste müssten herausfinden, wer sie verschickt habe, und die Justizbehörden müssten gegen die Verantwortlichen vorgehen, forderte er. Ende April waren die vier JournalistInnen Afarin Chitsaz, Davood Assadi, Ehsan Safarzaie und Ehsan Mazandarani zu insgesamt 27 Jahren Haft verurteilt worden. Ihnen wurden „mediale Aktivitäten im Dienste von Feinden“ und „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen.

  • mehriran.de – Ohne Aufmerksamkeit und Druck von der internationalen Gemeinschaft, wird sich in Sachen Menschenrechte im Iran nichts ändern! – Mehrere Menschenrechtsorganisationen rufen zu einer Menschenrechtsorganisationen rufen zu einer Mahnwache (Freitag, 22. – Sonntag, 24. Juli 2016) vor dem iranischen Konsulat, Bebelstr. 18, in Hamburg auf. Während der Mahnwache werden zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten aus Solidarität mit den politischen Gefangenen im Iran in einen Hungerstreik treten. mehriran.de – Die Situation mehrerer politischer Gefangenen im Iran ist lebensbedrohlich. Sie protestieren durch Hungerstreiks gegen die Misshandlungen, Entrechtungen und Entwürdigungen, die sie in verschiedenen Gefängnissen Irans erdulden müssen. Manchen werden dringend benötigte medizinische Versorgung oder Medikamente verweigert, andere werden bedroht, wenn sie von ihrer Situation schreiben oder erzählen. Das Regime versucht nach wie vor sich der Weltöffentlichkeit mit sauberer Weste zu präsentieren. Gleichzeitig hat sich die Situation für Menschenrechtsanwälte, Journalisten und ethnische und religiöse Minderheiten kaum gebessert. Die Berichte von Amnesty InternationalReporter ohne Grenzen,Gesellschaft für bedrohte Völker u.a. sind ein beredtes Zeugnis für die Missstände in Bezug auf die Menschenrechtslage im Iran. Immer wieder werden Appelle an die nationale und internationale Politik veröffentlicht, Iran an seine Selbstverpflichtungen in Bezug auf die Einhaltung der Bürger- und Menschenrechte zu erinnern. Mehrere Aktivistinnen und Aktivisten werden sich von Freitag bis Sonntag vor dem iranischen Generalkonsulat für eine Mahnwache versammeln. Einige werden in Solidarität mit den politischen Gefangenen im Iran in einen Hungerstreik treten, andere werden mit Plakaten und lauten Parolen protestieren. Weitere Aktionen finden zeitgleich in weiteren europäischen und amerikanischen Städten statt. Organisiert wird die Aktion im Wesentlichen vom Hamburger Verein für Demokratie und Menschenrecht

     
  • 18.07
    2016

    News, Verschiedenes

    Die Staatsanwaltschaft in Teheran hat gegen drei Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft Anklage wegen Spionage erhoben. Das teilte Staatsanwalt Abbas Jafari Doulatabadi mit. Dabei handelt es sich um die britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, Projektmanagerin bei der Thomson Reuters Stiftung, die kanadisch-iranische Universitätsprofessorin Homa Hoodfar und den amerikanisch-iranischen Wirtschaftsberater Siamak Namazi.

    http://iranjournal.org/news/iran-politische-verhaftungen

  • 18.07
    2016

    Allgemein, News

    Laut Angaben des persischsprachigen Nachrichtenportals Human Rights Activists News Agency (HRANA) vom Donnerstag ist der Inhaftierte Nader Dastanpour infolge von Schlägen in der Untersuchungshaft und einer  Kopfverletzung gestorben. Laut sicheren Quellen, die nicht genannt werden wollten, sei der junge Mann am 23. Juni in der Wohnung seiner Eltern in Teheran zusammen mit seinem Bruder festgenommen worden, berichtet HRANA. Dabei sollen die Sicherheitsbeamten bei der Festnahme Gewalt angewendet und Tränengas benutzt haben. Einen Tag später sei Dastanpour in der Untersuchungshaft gestorben. Obwohl er schwer am Kopf verletzt worden war, hätten die Verantwortlichen ihn nicht ins Krankenhaus eingeliefert, so HRANA. Die Gründe für seine Festnahme sind bislang unklar, ein Haftbefehl soll nicht vorgelegt worden sein. Der Vater des jungen Iraners will nun gegen die Verantwortlichen klagen. In den vergangenen zwei Monate sind zwei weitere Männer, der Afghane Ehsanullah Ehsani in der Stadt Yazd und der Iraner Nader Sharifi in der Stadt Abadan, infolge von Folter gestorben. International bekannt wurde der Fall von Sattar Behehsti. Der Arbeiteraktivist und Blogger war am 30. Oktober 2012 in seiner Wohnung in der iranischen Kleinstadt Robat Karim südlich von Teheran von der iranischen Cyber-Polizei festgenommen worden. Ihm wurden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit in sozialen Netzwerken und auf Facebook“ vorgeworfen. Fünf Tage später wurde Beheshtis Familie von den Behörden aufgefordert, die Leiche des 35-Jährigen im Teheraner Evin-Gefängnis abzuholen. Zwar wurde später ein Gerichtsverfahren eingeleitet, aber nur auf „scheinbar versuchten Mord“, was die Familie als inakzeptabel bezeichnete. Sie boykottierte deshalb den Prozess. Behehsti sei an den Folgen schwerer Schläge gestorben, die zu inneren Blutungen geführt hätten, sagte damals die Rechtsanwältin Gitti Pourfazel.

  • 18.07
    2016

    News

    - Interview mit Parviz Mokhtary, Menschenrechtler, Exiliraner, Wirt, Sprecher der Hamburger Gruppe Verein für Menschenrechte und Demokratie für Iran aus Anlass eines bevorstehenden Hungerstreiks aus Verzweiflung über die Lage vieler politischen Gefangenen im Iran und die Sprachlosigkeit deutscher Politiker darüber. mehriran.de: „Welche Chancen geben Sie einem weltweiten Hungerstreik einiger Aktivisten im Ausland im Iran etwas zu bewirken?“ Parviz Mokhtary: „Der Atomstreit mit den westlichen Mächten ist einigermaßen beigelegt. Die Menschenrechte werden seither unter den Tisch gekehrt. Politiker reisen mit Wirtschaftsdelegationen in den Iran und kommen mit vollen Auftragsbüchern zurück. Das ist eine Schande. Zwar behaupten sie auch die Menschenrechte anzusprechen, aber Ernst kann das niemand nehmen. Das sind Reden, um uns zu beruhigen. Deutliche und ernste Wörte werden nicht ausgesprochen. Amnesty International sendet dringende Appelle an Politiker sich einzusetzen, Reporter ohne Grenzen hat erst kürzlich einen Bericht veröffentlicht. Wenn man uns Exiliraner nicht glaubt, sollte man den Sondern  Beauftragten der UN für die Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, befragen! Aber es passiert nichts! Uns bleiben an dieser Stelle, wo wir kein Gehör finden, nur noch Verzweiflungstaten. Wir wissen keine anderen Mittel mehr auf die Menschenrechtslage im Iran aufmerksam zu machen und um Hilfe zu bitten. Es haben sich jetzt 29 Organisationen aus den USA und Europa zu einem Solidaritätsrat für Demokratie und Menschenrechte im Iran zusammen getan. Alle Organisationen sind unabhängig. Der Rat bekommt Aktionsvorschläge und verbreitet sie zwischen Mitgeliedern und Koordiniert die Aktionen. Für die Zeit vom 22.-24. Juli werden einige Organisationen den Hungerstreik mitmachen, andere werden auf die Straße gehen. Bisher wissen wir, dass in Paris, Göteborg, Montreal,  Atlanta, Fresno, Dallas, Calgary und Hamburg Hungerstreikende sich an prominenten Stellen in den Städten durch spektakuläre Aktionen ins Rampenlicht bringen werden, um auf das Schicksal der politischen Gefangenen im Iran aufmerksam zu machen.“ http://mehriran.de/artikel/warum-schweigt-die-deutsche-politik-zur-miserablen-lage-politischer-gefangenen-im-iran.html

  • 06.07
    2016

    News, Verschiedenes
    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/07/abbas-kiarostami-302x198.jpg

    Abbas Kiarostami, der international rennomierte Filmregisseur ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Schöpfer zahlreicher preisgekrönter Filme erlag einer langanhaltenden Krankheit. Kiarostami war nach einer Darmoperation in Teheran schwer angeschlagen und für weitere Behandlung nach Paris gereist. Der Altmeister des iranischen Kinos hatte in den 60 er Jahren im Iran Malerei studiert und drehte 1970 seinen ersten Kurzfilm. Im Jahr 1974 debütierte er mit seinem ersten langen Spielfilm „Mossafer“ („Reisende“). Ende der 1980er Jahre wurde Kiarostami durch seinen Film „Wo ist das Haus meines Freundes?“ auch international bekannt. Er gewann zahlreiche internationale Filmpreise. Unter anderem wurde er 1997 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme für seinen Film „Der Geschmack der Kirsche“ geehrt. Zwei Jahre später erhielt er bei den Filmfestspielen von Venedig mehrere Auszeichnungen für „Der Wind wird uns tragen“. (fp)

  • 06.07
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/07/iran-gefa%CC%88ngnis-prison-tehran2-302x185.jpg

    Ein Bericht über menschenunwürdige Haftbedingungen und Misshandlung von Gefangenen in dem vor einem Jahr eröffneten Gefängnis von Teheran brachte der reformorientierten Tageszeitung Ghanoon am 20. Juni Verbot und Schließung. Veranlasst wurde das durch den Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarde. Iran Journal dokumentiert den Bericht. mehr »

  • 30.06
    2016

    News, Verschiedenes
     
    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/kunst_iran-302x181.jpg
     
    Ende Mai erhielt die in Deutschland lebende Künstlerin Parastou Forouhar eine Nachricht aus Teheran, die als „sehr dringlich“ gekennzeichnet war. Sie enthielt mehrere Links, die sie zu Webseiten von Nachrichtenagenturen der Hardliner im Iran führten. Dort wurde ihr „Blasphemie“ vorgeworfen, was die Künstlerin in eine schwierige Lage bringen kann. In einer Erklärung für Iran Journal erläutert Forouhar die Hintergründe dieses Vorwurfs. mehr »

  • 30.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Jafar-Azimzadeh-1-302x169.jpg

    Seit dem 1. Mai befindet sich der inhaftierte Arbeiteraktivist Jafar Azimzadeh bereits im Hungerstreik. Nun liegt der Gewerkschafter mit lebensgefährlichen Herzleiden im Krankenhaus. Wie das persischsprachige Nachrichtenportal „Human Rights Activists“ berichtet, soll der Teheraner Staatsanwalt Jafari Doulatabadi Azimzadehs Ehefrau mitgeteilt haben, man werde nichts für ihren Mann unternehmen, „selbst wenn er stirbt“. Seit 2003 sind im Iran bereits 50 politische Gefangene durch Fahrlässigkeit der Verantwortlichen ums Leben gekommen. Zuletzt starb am 14. September 2015 im Rajaei-Shahr-Gefängnis in der Stadt Karaj der Arbeiteraktivist Shahrokh Zamani an den Folgen eines Hirnschlags. Azimzadeh hatte sich für die Petition zur Einführung eines Mindestlohn eingesetzt, die von rund 40.000 ArbeiterInnen unterschrieben wurde. Zudem hatte er Protestversammlung gegen niedrige Löhne vor dem iranischen Parlament und dem Arbeitsministerium organisiert. Azimzadeh war im Mai 2014 in Teheran verhaftet und nach 46 Tagen zunächst gegen eine Kaution in Höhe von 100 Millionen Tuman, 35.000 Euro, freigelassen worden. Im November 2014 wurde er vom Revolutionsgericht in Teheran zu sechs Jahren Haft wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ verurteilt. http://iranjournal.org/news/iran-gewerkschaften-azimzadeh

     

  • 30.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/05/Narges-Mohammadi-302x141.jpgNarges Mohammadi befindet sich seit Montag im Hungerstreik. Die iranische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin sitzt seit Mai 2015 im Teheraner Evin-Gefängnis. Mit ihrem Hungerstreik protestiert die Inhaftierte gegen das Verbot, mit ihren in Paris lebenden Kindern zu telefonieren. Ihr Ehemann Taghi Rahmani, der im Pariser Exil lebt, ist außerdem besorgt über den Gesundheitszustand seiner Frau, die wegen einer neurologischen Erkrankung bis zu 15 verschiedene Medikamente einnehmen muss. Seit Juli vergangenen Jahres leben Mohammadis Zwillinge bei ihrem Vater in Paris. Der Oppositionelle hatte den Iran 2011 wegen staatlicher Verfolgung verlassen. Er klagt über die Einschränkungen für die Insassinnen im Frauentrakt 209 des Evin-Gefängnisses. Ihnen werde kein Telefon zur Verfügung gestellt und damit ihr Recht auf Kontakt zu ihren Familien genommen. Mohammadi war im Mai dieses Jahres vom Teheraner Revolutionsgericht zu zehn Jahren Haft wegen „Verschwörung gegen die Islamische Republik“, „Propaganda gegen die Regierung“ und „Mitarbeit an einer verbotenen Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe im Iran“ verurteilt worden. Zuvor war sie stellvertretende Leiterin des Zentrums zum Schutz der Menschenrechte, einer iranischen Nichtregierungsorganisation, die in Fällen von Menschenrechtsverletzungen unentgeltlich juristische Unterstützung leistete. Das Zentrum ist mittlerweile verboten worden. http://iranjournal.org/news/iran-menschenrechte-mohammadi

  • 27.06
    2016

    Verschiedenes

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/iran-frauen-302x230.jpg

    Die Arbeitslosigkeit im Iran steigt weiter. Betroffen sind vor allem gebildete junge Frauen. Nicht alle politischen Lager im Iran finden das schlimm. Vergangene Woche veröffentlichte das iranische Zentrum für Statistik (Markaze Amare Iran) aktuelle Arbeitslosenzahlen. Demnach sind 11,8 Prozent der potenziellen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und sofort verfügbare Erwerbslose) im Iran arbeitslos. Das sind 1,2 Prozent mehr als der Durchschnitt des vergangenen iranischen Jahres (21. März 2014 – 20. März 2015). Dabei ist die Arbeitslosigkeit bei Frauen mit 19,7 Prozent fast doppelt so hoch wie bei Männern (10,2 Prozent). Bei den Hochschulabsolventinnen liegt sie sogar zweieinhalb Mal höher als bei männlichen Akademikern. Aus den Statistiken geht auch hervor, dass mehr als 1,6 Millionen IranerInnen die Suche nach einer Beschäftigung bereits aufgegeben haben. Trotzdem bleibt die durchschnittliche Arbeitslosenquote ähnlich hoch wie in den vergangenen 20 Jahren – nach offiziellen Angaben bei etwa 13 Prozent. mehr »http://iranjournal.org/gesellschaft/iran-arbeitslosigkeit

  • 27.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Ghanoon-302x209.jpg

    Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarde hat gegen die Reformer-Zeitung Ghanoon Anzeige erstattet. Grund ist die Veröffentlichung einer kritischen Reportage über „Teherans großes Gefängnis“. Das Erscheinen der Zeitung sei daraufhin verboten worden, gab Ghanoon am Montag auf ihrer Webseite bekannt. Der Vorwurf laute auf „Verbreitung von Lügen“ und „öffentliche Panikmache“. Von offizieller Seite gab es bislang keine Stellungnahme dazu.Vergangene Woche hatte der Teheraner Generalstaatsanwalt Abbas Jafari bereits erklärt, die Leitung der Organisation der iranischen Gefängnisse habe gegen die Chefredakteurin der Zeitung, Mahnaz Mazaheri, Anzeige erstattet. Auch Jafari kritisierte die Zeitung und nannte die Reportage „erfunden und erlogen“. Er werde nicht zulassen, dass Zeitungen „alles schreiben, was sie wollen“, betonte Jafari.Ghanoon, auf deutsch „Gesetz“, hatte in ihrer Ausgabe vom Samstag unter dem Titel „24 verdammte Stunden“ eine Reportage über Teherans großes Gefängnis, das vor einem Jahr südlich der Hauptstadt eröffnete, veröffentlicht. Darin schildert ein ehemaliger Inhaftierter die miserablen Zustände dort. Die Reformer-Zeitung erschien erstmals Ende Oktober 2012. Im Mai 2014 wurde sie bereits einmal verboten und blieb damals für mehr als sechs Monate geschlossen.

  • 13.06
    2016

    Allgemein, News

    Die iranisch-kanadische Anthropologieprofessorin Homa Hoodfar ist am Montag in Teheran verhaftet worden. Das teilte ihre Familie in einem offenen Brief mit, den das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Donnerstag veröffentlichte. Demnach soll Hoodfar am 1. Juni telefonisch aufgefordert worden sein, im Teheraner Evin-Gefängnis vorzusprechen. Dort sei sie gleich verhaftet worden, so Kalameh. Ihre Familie macht sich vor allem um ihren gesundheitlichen Zustand Sorgen. Hoodfar hat einen Hirninfarkt hinter sich und muss spezielle Medikamente einnehmen, die aber von den Verantwortlichen im Gefängnis nicht entgegengenommen würden, schreibt die Familie. http://iranjournal.org/news/iran-menschenrechte-hoodfar

  • 13.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Arash-Sadeghi-302x203.png

    Der iranische Studentenaktivist Arash Sadeghi ist seit Dienstag im Gefängnis. Das teilte seine Frau Golrokh Iraie am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite mit. Sadeghi sei am Dienstag im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten worden, als er dort wegen seines Falls vorsprechen sollte. Er müsse nun „unerwartet und ohne vorherigen Bescheid“ seine 19-jährige Haftstrafe antreten, so Iraie. Sadeghi war Philosophiestudent an der Teheraner Alameh-Tabatabei-Universität, als er nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Juni 2009 unter dem Vorwurf, „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ verübt und das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei beleidigt zu haben, mehrfach verhaftet wurde. Damals wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten vom Studium ausgeschlossen. Als Sicherheitskräfte ihn 2014 in seiner Teheraner Wohnung verhafteten, erlitt seine Mutter einen Herzinfarkt und verstarb wenige Tagespäter.

    http://iranjournal.org/news/iran-politische-aktivitaet

  • 09.06
    2016

    Allgemein, News

     دست‌کم هفت زندانی سیاسی در زندان‌های مختلف از جمله ؛ «احسان مازندرانی»، «جعفر عظیم‌زاده»، «مریم نقاش زرگران»، «محمدصدیق کبودوند»، «رسول رضوی»، «حشمت الله طبرزدی» و «محمد عبداللهی» در اعتراض به وضعیت‌شان در اعتصاب غذا به‌سر می‌برند

    به گزارش “کانون مدافعان حقوق بشر کردستان “، «سعید شیرزاد»، «لقمان مرادی» و «زانیار مرادی»، سه زندانی سیاسی زندان رجایی شهر کرج در اعلام همبستگی با اعتصاب غذای « محمد صدیق کبودند» و دیگر زندانیان سیاسی اعتصابی یکشنبه ۱۶ خردادماه ۱۳۹۵ اعلام اعتصاب غذا کردند

    از طرفی دیگر زندانیان سیاسی کُرد در تبعید زندان‌های جنوب ایران، یکشنبه در اعلام همبستگی با اعتصاب « محمد صدیق کبودند» و دیگر زندانیان سیاسی اعتصابی ،دست به اعتصاب غذا زدند

    یکی از زندانیان شرکت‌کننده در اعتصاب غذا با اعلام این خبر به “کانون مدافعان حقوق بشر کردستان” گفت: “این اعتصاب غذا به مدت دو روز ادامه خواهد داشت و بیشتر زندانیان اعتصاب‌کننده، از زندانیان سیاسی کُرد  می با‌شند.” در این میان وضعیت جسمانی تعدادی از آنان به شدت وخیم گزارش می‌شود

    به‌علاوه ی این زندانیان، « آرش مکری » و « محمد امین آگوشی » نیز در ماه گذشته اعلام اعتصاب غذا کرده بودند اما از تداوم اعتصاب ویا پایان آن اطلاعی در دست نیست

     

  • 09.06
    2016

    News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Exekution-Iran-302x208.jpg

    Ein wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilter Mann ist in der südiranischen Stadt Schiras öffentlich hingerichtet worden. Das berichten Nachrichtenagenturen am Sonntag. Der 22-Jährige soll innerhalb von zwei Jahren meist mitten in der Nacht in mehr als 100 Wohnungen eingedrungen sein und Dutzende von Frauen vergewaltigt haben.

     
  • 09.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/04/Gef%C3%A4ngnis-302x227.jpg

    Laut einem neuen Gesetz werden IranerInnen, deren politische Ansichten das Staatssystem, die hohen Amtsträger, die politischen Richtlinien des Landes oder „die Freiheit des Volkes“ bedrohen, als politische Aktivisten definiert und verurteilt. Im zweiten Paragraph des neuen Gesetztes stetht, dass künftig Beleidigungen der drei Staatsgewalten, des Vorsitzenden des Schlichtungsrats, der Stellvertreter des Präsidenten, der Minister, Parlamentarier, Mitglieder des Experten- und Wächterrats als politische Aktivität ebenfalls gesetzlich verfolgt werden. Neu ist auch, dass für die Angeklagten nicht mehr wie bisher das sogenannte Revolutionsgericht zuständig ist, sondern die allgemeine Staatsanwaltschaft. Außerdem soll künftig bei Gerichtsprozessen neben drei Richtern eine mehrköpfige Jury dabei sein.http://iranjournal.org/news/iran-politische-gefangene

  • 01.06
    2016

    Allgemein, News

    35 iranische Jugendliche, die in einer Villa in der Nähe der Stadt Ghazvin eine Party gefeiert hatten, sind mit je 99 Peitschenhieben bestraft worden. Das meldete die Nachrichtenagentur der iranischen Justiz Mizan am Donnerstag. Demnach sollen die Gäste „halbnackt“ und tanzend von der Polizei erwischt worden sein. Das Gericht habe in einem Eilverfahren binnen 24 Stunden die Urteile erlassen und vollstreckt. Damit hätten die Verantwortlichen andere davor warnen wollen, an derartigen Partys teilzunehmen, so der Staatsanwalt von Ghazvin.

    Es kommt immer wieder vor, dass die Polizei sogar prominente IranerInnen als Gäste solcher nach dem islamischen Recht des Iran verbotenen Feierlichkeiten festnimmt. Zuletzt waren im Mai sieben Schauspieler und im November 2015 drei bekannte iranische Fußballspieler auf einer Party verhaftet worden.

    Im Iran ist der Konsum von Alkohol seit der islamischen Revolution vor 37 Jahren verboten. Geschlechtergemischtes Feiern ist nur mit den eigenen Familienangehörigen erlaubt. Beides wird als Verstoß gegen islamisches Recht mit Bußgeld oder Peitschenhieben bestraft. Dennoch organisieren junge Leute immer wieder Partys in Privathäusern.

  • 01.06
    2016

    News

    https://3.bp.blogspot.com/-uOTlcYFmL5k/V0pzkspSquI/AAAAAAAADMY/mKBKs_sLcp8Id7KndiCBnYpZPHpwJkjwACLcB/s1600/download.jpg

     
    برگرفته از سایت اخبار روز
    شنبه  ٨ خرداد ۱٣۹۵ –  ۲٨ می ۲۰۱۶
    اجرای احکام شلاق و زندان و جریمه برای کارگران حق خواه و معترض معدن آق دره در حالی به اجرا در می آید که این زحمت کشان از اعماق تونل های تنگ و تاریک زمین برای معاش خود تلاش میکنند و با توجه به کارسخت و مشقت آوری که در مقابل مزد ناجیزی انجام می دهند باز هم کارفرما در مقابل اعتراض کارگران نسبت به حق و حقوقشان، دست به اخراج فله ای این کارگران زده و در سال گذشته بیش از ٣۵۰تن ازاین کارگران را به بهانه تعدیل نیرو از کارشان بیکار شده اند، متاسفانه این کارگران در حالی از سوی محاکم قضایی به شلاق و زندان و جریمه محکوم می شوند که فقط و فقط برای بازگشت بکار خود با همان شرایط مشقت بار دست به اعتراضات جمعی زده بودند و درخواستی جز بازگشتن به سر کارنداشتند، اما کارفرما بقدری نفوذ در دستگاههای امنیتی و قضایی دارد که از طرف دستگاه قضایی این کارگران محکوم به زندان و شلاق و جریمه می شوند و ضربات شلاق چنان بر بدن این زحمتکشان فرود می اید که هیچکس صدای فریاد و اعتراض این کارگران را نمی شنود
  • 26.05
    2016

    News

    adürfen nur mit Kopftuch in die Öffentlichkeit, andernfalls drohen ihnen harte Strafen: Frauen im Iran sind in ihrer Freiheit stark eingeschränkt. Doch viele lassen sich das nicht mehr bieten.

    Von Marc Drewello

    Es ist ein gefährliches Spiel, denn im schlimmsten Fall drohen Gefängnis und Peitschenhiebe: Im Iran versuchen Frauen, die Kleidervorschriften der Religionswächter zu unterlaufen. Ihr Trick: Sie schneiden sich die Haare ab und verkleiden sich als Männer. “Ich bin ein iranisches Mädchen. Um der Sittenpolizei zu entgehen, entschloss ich mich, mir die Haare kurz zu schneiden und Männerkleidung zu tragen, so dass ich mich auf den Straßen im Iran frei bewegen kann”, heißt es in einem Posting vom 17. Maiauf der Facebookseite My Stealthy Freedom (Meine heimliche Freiheit).

    http://www.stern.de/politik/ausland/iran-kopftuch-haar-sittenpolizei-protest-6864818.html

  • 25.05
    2016

    Allgemein, News

    Narges Mohammadi bei einer Pressekonferenz zur Menschenrechtssituation vor den UN in Genf 16 Jahre Haft für diese mutige Frau – fünf Jahre wegen „Verschwörung gegen die Islamische Republik“, ein Jahr wegen „Propaganda gegen das System“ und zehn Jahre wegen Mitarbeit an einer verbotenen Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe.  

    http://www.bild.de/politik/ausland/iran/iranerin-verurteilt-45894606.bild.html

  • 23.05
    2016

    Allgemein, News
    17. Mai 2016

    OMID KOKABEE, 33-jähriger PhysikerKarte des Iran: © Courtesy of the University of Texas Libraries

    Der iranische Physiker und gewaltlose politische Gefangene Omid Kokabee ist am 22. April operiert worden. Ihm musste eine Niere entfernt werden, da er an Nierenkrebs im fortgeschrittenen Stadium leidet. Im Gefängnis war ihm fünf Jahre lang die angemessene Behandlung verweigert worden. Die postoperative Versorgung und die weitere Krebsbehandlung müssen nun dringend fortgesetzt werden. Wenn Omid Kokabee ins Gefängnis zurückgebracht wird, wäre er in Lebensgefahr.

    https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-244-2014-1/physiker-braucht-weiterhin-medizinische-versorgung?linkId=24709498

     


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