• 16.08
    2016

    News, Verschiedenes

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/08/iran-montazeri-302x189.jpgEine Audiodatei aus dem Jahre 1988, in der Großayatollah Hossein Ali Montazeri mit Vertretern des Regimes hart ins Gericht geht, bringt die konservativen Machthaber in Bedrängnis. Schon melden sich AnhängerInnen und GegnerInnen des unorthodoxen Geistlichen im Internet zu Wort.  mehr »

    Hossein Ali Montazeri kann es noch immer. Seine Worte und Ideen schaffen es einmal mehr, die Machthaber im Gottesstaat Iran nervös werden zu lassen – und das, obwohl der Großayatollah schon seit sieben Jahren nicht mehr unter den Lebenden weilt. Grund für die Unruhe unter iranischen Hardlinern ist eine Tonbandaufnahme, die Montazeris Sohn Ahmad vergangenen Dienstag auf der offiziellen Webseite seines Vaters veröffentlichte. Auf der Aufnahme vom 15. August 1988 ist zu hören, wie Hossein Ali Montazeri bei einem Treffen mit Vertretern der Justiz und des Informationsministeriums – darunter der heutige iranische Justizminister Mostafa Pourmohammadi – die Anwesenden für die Massenexekutionen des Jahres 1988 verantwortlich macht: „Ihr seid für das größte Verbrechen der Islamischen Republik Iran verantwortlich und werdet als Bösewichter in die Geschichte eingehen“, so der Großayatollah wörtlich. Er kritisiert mit scharfen Worten „den kurzen Prozess“ gegen die Oppositionellen – „die in manchen Fällen nur ein paar Minuten“ gedauert haben sollen – und verlangt nach fairen Gerichtsverhandlungen, „auch wenn sie gegen das islamisches System sind“.

     http://iranjournal.org/politik/iran-hinrichtungen-montazeri

  • 16.08
    2016

    News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/08/frauen-iran-302x173.jpgAmnesty International (AI) hat die Zunahme staatlicher Repressalien gegen Frauenaktivistinnen in der Islamischen Republik Iran kritisiert. Mindestens zehn Frauen sollen vom Geheimdienst der Revolutionsgarde verhört und bedroht worden sein. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation stehen vor allem zwei Gruppen im Visier der Revolutionsgarde: die Mitarbeiterinnen der verbotenen Webseite „Die feministische Schule“ und die Initiatorinnen der „Kampagne für die Änderung des männlichen Gesichts des Parlaments“. AI zufolge wirft die Revolutionsgarde den Aktivistinnen „Zusammenarbeit mit umstürzlerischen Gruppen im Ausland“ vor. In dem AI-Bericht wird auch die Verhaftung der Wissenschaftlerin Homa Hoodfar kritisiert. Die iranisch-kanadische Anthropologieprofessorin wurde Anfang Juni in Teheran festgenommen. In der Islamischen Republik werden Frauen per Gesetz diskriminiert. Sie können weder Richterinnen werden noch für das Präsidentenamt kandidieren. Bei Erbschaft, Scheidung und Sorgerecht haben sie nicht die gleichen Rechte wie Männer. Vor Gericht zählt die Aussage einer Frau nur halb so viel wie die eines Mannes. Die Anführer des Gottesstaats bezeichnen jede Aktivität zur Änderung dieses Status Quo als „Aktivität gegen den Islam“ und gehen mit aller Härte dagegen vor. 

    Amnesty International hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gegen die Drangsalierung von Frauenaktivistinnen im Iran protestiert.

  • 16.08
    2016

    News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/08/Ebrahim-Madadi-302x201.jpgDer stellvertretende Vorsitzende der Teheraner Busfahrergewerkschaft, Ebrahim Madadi, ist zu fünf Jahren und drei Monaten Haft wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ verurteilt worden. Das meldete die Webseite der iranischen Busfahrergewerkschaft am Donnerstag. Madadi war bereits mehrmals verhaftet worden. Zuletzt wurde er am 29. April 2015 in seiner Wohnung in Teheran festgenommen. Im Iran existieren derzeit etwa 250 anerkannte Arbeitnehmerorganisationen, sogenannte Shorahaye Eslamiye Kar (Islamische Arbeitsräte). Keine davon ist unabhängig. Zentrale Schaltstelle dieser Räte ist Khaneye Kargar. In den vergangenen Jahren gab es zwar immer wieder Bestrebungen, freie Gewerkschaften zu gründen, doch AktivistInnen wurden von der Regierung systematisch eingeschüchtert und verhaftet. Einer davon ist der Arbeiteraktivist Jafar Azimzadeh, der für die Einführung des Mindestlohns rund 40.000 Unterschriften von ArbeiterInnen sammeln konnte. Azimzadeh wurde im November 2014 vom Revolutionsgericht in Teheran zu sechs Jahren Haft wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ verurteilt. Aus Protest gegen seine Haftbedingungen trat er in den Hungerstreik und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Nach 63 Tagen Hungerstreik kam er schließlich am 1. Juli dieses Jahres gegen Kaution frei.

  • 15.08
    2016

    News, Verschiedenes

    WamS Kinderehe Illustration: Thomas Kuhlenbeck, auftrag *** ------
Thomas Kuhlenbeck
Dauvemühle 57
48159 Münster

0251-1312516
mobil 0160-7555896

www.thomas-kuhlenbeck.com

    Hochzeiten unter Kindern waren in Deutschland lange kein Thema – bis jetzt: Hunderte Mädchen verschwinden aus Schulen, weil ihre Eltern einen Mann für sie gefunden haben. Die Politik ist machtlos.

  • Stellungnahme:
    Die jüngsten Attentate in Deutschland haben uns, die iranischen „Mütter von Park Laleh“ , bestürzt und tief betroffen gemacht. Als international organisierte Mütter, deren Söhne und Töchter vom iranischen Regime verfolgt, gefoltert und hingerichtet wurden, können wir das tiefe Leid der Opfer dieser verwerflichen Terrorakte nachempfinden. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, deren Angehörigen und Freunden. Wir wünschen allen Betroffenen viel Stärke und Beistand. Diese Verbrechen, ob aus scheinbar islamischen Motiven oder aus persönlicher Frustration begangen, sind durch nichts gerechtfertigt und werden von uns zutiefst verabscheut. Wir fühlen uns solidarisch mit den friedliebenden Menschen in Deutschland und hoffen, dass sich derartige Verbrechen nie wiederholen.
    Hamburg, 01.08.2016
     
     
  • http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/08/Ayatollah-Hosseinali-Montazeri-302x227.jpgDas iranische Sondergericht für Geistlichkeit und die Geheimdienstbehörde der Stadt Quom haben Ahmad Montazeri, Sohn des verstorbenen Großayatollahs Hossein Ali Montazeri, aufgefordert, eine am Dienstag veröffentlichte Tonaufnahme seines Vaters über die Massenhinrichtungen im Jahre 1988 von seiner Webseite zu entfernen. Das gab Montazeri am Mittwoch auf dem Messengerdienst Telegram bekannt. Zudem solle er die Echtheit der Tonaufnahme bestreiten und den Inhalt dementieren. Ansonsten drohe seine Festnahme. Montazeri hat daraufhin das Audiofile entfernt.Auf der Tonbandaufnahme vom 15. August 1988 hatte der Großayatollah bei einem Treffen mit Vertretern der Justiz gesagt: „Ihr seid für das größte Verbrechen der islamischen Republik Iran verantwortlich und werdet als Bösewichter in die Geschichte eingehen.“ Im Sommer 1988 hatte der damalige Revolutionsführer Ayatollah Ruhollah Khomeini persönlich eine mehrköpfige Kommission ernannt. Sie entschied innerhalb von drei Wochen über die Schicksale von fast 4.000 politischen Gefangenen. 3.800 damals Hingerichtete sind namentlich bekannt. Nach Zeugenaussagen dauerten Gerichtsverhandlungen oft nur wenige Minuten, die Fragen der Kommission hätten sich ausschließlich darum gedreht, ob der Gefangene für oder gegen das islamische Regime war.

  • 13.08
    2016

    News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/03/12828504_10153906285073818_1139763433115410019_o-302x224.jpgDer iranische Journalist Isa Saharkhiz ist am Montag zu insgesamt drei Jahren Haft verurteilt worden. Das teilte sein Anwalt Mahmoud Alizadeh Tabatabaei Nachrichtenagenturen zufolge am Dienstag mit. Demnach erteilte ihm das Gericht in Teheran zwei Jahre Haft wegen „Beleidigung des religiösen Führers“ und ein Jahr wegen „Propaganda gegen den Staat“. Zudem sei Saharkhiz Fall wegen „Beleidigung des Ex-Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad“ an das Kriminalgericht in Teheran verwiesen worden, so Alizadeh Tabatabaei. Der 63-jährige Saharkhiz gehört zu den renommiertesten Journalisten des Iran. Er arbeitete jahrelang für reformorientierte Zeitungen. Unter dem Reform-Präsidenten Mohammad Khatami war er Leiter der Presseabteilung des iranischen Ministeriums für Kultur und Bildung. Nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 wurde Saharkhiz wegen Veröffentlichung kritischer Beiträge mehrmals verhaftet und saß für insgesamt vier Jahre in Haft. Zuletzt wurde er im Dezember 2015 in Teheran wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ festgenommen. Seitdem ist er mehrmals wegen „unmenschlicher Zustände“ im Gefängnis in den Hungerstreik getreten. „Ich werde in einer Einzelzelle festgehalten, mir werden Hygieneartikel wie Zahnpasta und Zahnbürste verweigert und keine Zeitungen zugestellt“, so Saharkhiz in einem offen Brief. http://iranjournal.org/news/iran-journalist-zu-haft-verurteilt

  • 13.08
    2016

    News
     
    Was geht in der Blauen Moschee mit Islamisten vor?
    Von Sascha Balasko
     Das Islamische Zentrum Hamburg in der Imam-Ali-Moschee (Blaue Moschee) an der Außenalster wird vom Verfassungsschutz überwacht. Laut dem Hamburger Verfassungsschutz nahmen 200 Personen aus der Blauen Moschee an einer israelfeindlichen Demonstration teil. Hamburg. Zum jährlichen Tag der offenen Tür geben die Blaue Moschee an der Außenalster und das dazugehörige Islamische Zentrum Hamburg (IZH) ein Bild der Toleranz und Offenheit ab. Kinder spielen auf einer Hüpfburg, Erwachsene sind eingeladen zum Dialog. Ebenfalls einmal im Jahr findet der sogenannte Al-Quds-Tag (Jerusalem-Tag) statt, eine israelfeindliche Veranstaltung in Berlin. Nach Informationen des Hamburger Verfassungsschutzes, der das IZH seit Jahren überwacht, nehmen Besucher und Funktionäre der Imam-Ali-Moschee, so der offizielle Name, dort nicht nur teil, sondern spielen wohl auch eine aktive Rolle. “Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass das IZH seit Jahren an der Organisation und Durchführung der Veranstaltung beteiligt ist”, sagt Marco Haase, Sprecher des Landesamts für Verfassungsschutz. Der jüngste Al-Quds-Tag in Berlin liegt nun schon gut eine Woche zurück. Laut Verfassungsschutz waren rund 200 Personen, die die Blaue Moschee regelmäßig besuchen, auf der Veranstaltung am 2. Juli in der Hauptstadt. Noch im vergangenen Jahr waren es lediglich 120. Al-Quds-Tag wird seit den 80er-Jahren in Deutschland begangen. An Al-Quds-Tagen protestieren jedes Jahr islamistische Gruppen in mehreren Ländern gegen die “Besetzung” Jerusalems durch Israel. Der Tag wurde 1979 nach der Machtübernahme von Ajatollah Khomeini ins Leben gerufen. Im Iran ist er bis heute offizieller Feiertag und Anlass für Massenkundgebungen. Der Tag wird aber auch in anderen Ländern des Nahen Ostens begangen, die einen hohen schiitischen beziehungsweise palästinensischen Bevölkerungsanteil aufweisen. Islamisten und Israelhasser gehen aber auch in den USA, Kanada, Großbritannien und Schweden an diesem Tag auf die Straße. Das IZH ist ein Brückenkopf des iranischen Staates
    Marco Haase, Sprecher des VerfassungsschutzesHamburger Moschee im Visier des Verfassungsschutzes
     
    In Deutschland wird der Al-Quds-Tag seit den 80er-Jahren begangen. Seit 1996 zieht die Hauptkundgebung durch Berlin. Laut Verfassungsschutz haben Teilnehmer am Sonnabend vor einer Woche in der Hauptstadt Plakate mitgeführt, auf denen Israel als “Menschenfeind” und der “wahre Terrorist” bezeichnet wurde. Es sei zum Boykott von israelischen Produkte aufgerufen worden. Es gab auch Teilnehmer mit Anti-IS-Schildern. Seit Jahren taucht das Islamische Zentrum mit seiner Moschee an der Schönen Aussicht (Uhlenhorst) im Hamburger Verfassungsschutzbericht auf. “In der Öffentlichkeit treten Funktionäre und Unterstützer des IZH erheblich gemäßigter auf als beispielsweise Salafisten und suchen aktiv den gesellschaftlichen Kontakt”, sagt Verfassungsschutz-Sprecher Haase. “Dennoch handelt es sich um eine extremistische, nämlich islamistische Bestrebung, weil die Gesellschaftsform, die dem IZH als Vertreter des Iranischen Staates am Ende vorschwebt, nicht mit unseren demokratischen Werten vereinbar ist.” IZH-Leiter Reza Ramezani gilt als ein linientreuer Anhänger der iranischen Staatsdoktrin. Iranische Staatsführung bezeichnet Israel als “Krebsgeschwür”. “Proiranische Einrichtungen” in Deutschland wie das IZH seien grundsätzlich als Instrumente der iranischen Staatsführung zu bewerten, die deren theokratische Staatsdoktrin vertreten. Haase: “Sie möchten sich nach außen allein auf religiöse Komponenten zurückziehen, aber das IZH ist ein Brückenkopf des iranischen Staates in Deutschland und Europa.” So habe das IZH ein bundesweites Kontaktnetz aufgebaut und übe auf Schiiten unterschiedlicher Nationalitäten sowie die schiitisch-islamischen Moscheen und Vereine großen Einfluss aus – “bis hin zur vollständigen Kontrolle”. Die iranische Staatsführung präsentiere sich der Öffentlichkeit mit antiisraelischen Äußerungen. Wiederkehrend werde für den Staat Israel die Bezeichnung “Krebsgeschwür” genutzt. Im vergangenen September hatte Revolutionsführer Ajatollah Ali Khamenei kurz vor der Abstimmung im US-Kongress über das Atomabkommen die Aussage über Israel getroffen: “Ich würde sagen: Ihr werdet die nächsten 25 Jahre nicht erleben.” Laut des Hamburger Geheimdienstes verkehren in der Blauen Moschee unter anderem schiitische Islamisten verschiedener Nationen, neben Iranern vor allem Afghanen, Araber, Libanesen, Pakistaner, Türken sowie deutsche Konvertiten. Zudem sind nach Erkenntnissen der Beamten Anhänger der Hisbollah, deren Miliz als gefährlichster Feind Israel gilt, regelmäßig im Islamischen Zentrum Hamburg. Das IZH war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Nach Presseberichten nahmen in Berlin bis zu 800 Menschen am Al-Quds-Tag teil. Vergangenes Jahr habe es mehr Teilnehmer gegeben, wohl auch, weil der Gazakonflikt da seinen Höhepunkt erlebte. Dieses Jahr sei die Lage im Nahen Osten wohl nicht brisant genug, um mehr Protestler zu mobilisieren. Auf drei Gegenkundgebungen versammelten sich 500 Menschen, um ihre Solidarität mit Israel zu zeigen. “
  • 09.08
    2016

    News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/08/Christen-Iran-302x201.jpg

    Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea haben in einem offenen Brief an den iranischen Präsidenten Hassan Rouhani die Freilassung der drei Christen aus der Republik Aserbaidschan gefordert. Es ist nicht bekannt, was den Inhaftierten vorgeworfen wird. Die Islamische Republik Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert, so die Verfasser des offenen Briefes. Zudem wurden die verhafteten Pastoren von IGFM und idea zu „Gefangenen des Monats August“ benannt. Die drei Mitglieder der evangelikalen Gemeinde „Wort des Lebens“ in der Hauptstadt Baku, Eldar Gurbanov, Yusif Farhadov und Bahram Nasibov, sollen am 24. Juni in Teheran verhaftet worden sein. Sie hatten an einer Verlobungsfeier teilgenommen. Sicherheitskräfte sollen dort insgesamt zehn Personen festgenommen haben. Die meisten seien jedoch wieder freigelassen worden. Die drei Christen befinden sich weiter an einem unbekannten Ort. Bislang durfte sie kein Vertreter der aserbaidschanischen Botschaft besuchen. 2010 wurden etwa 66.700 protestantische Christen im Iran gezählt. Neuere Zahlen gibt es nicht. Unter ihnen befinden sich auch die vom Islam zum Christentum konvertierte IranerInnen. Sie stehen unter starkem staatlichen Druck. Das iranische Strafrecht sieht für Apostasie, also Abfall vom Islam, harte Strafen bis hin zur Todesstrafe vor. Trotzdem soll in den vergangenen Jahren die Zahl der vom Islam zum Christentum konvertierten IranerInnen stark gestiegen sein. (fh)

  • 09.08
    2016

    News, Verschiedenes

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/08/sunniten-Iran-302x177.jpg

    Mindestens zehn sunnitische Muslime sollen am Dienstag im Rajaei-Shahr-Gefängnis erhängt worden sein. Das berichtet die iranische Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights. Laut der Organisation hat das Informationsministerium die Hinterbliebenen telefonisch aufgefordert, die Leichen ihrer Angehörigen abzuholen. Anderen Quellen zufolge sollen sogar 21 Gefangene hingerichtet worden sein. Den Inhaftierten waren Aktivitäten mit terroristischen oder salafistischen Gruppen vorgeworfen worden. Der Sprecher von Iran Human Rights, Amiri Moghaddam, kritisiert die „Massenhinrichtung“. Es habe kein angemessenes Gerichtsverfahren gegen die Angeklagten stattgefunden, so Moghaddam. Verschiedenen Menschenrechtsorganisationen zufolge sollen am Montagabend insgesamt 36 zum Tode verurteilte sunnitische Muslime aus dem Gefängnis 20 Kilometer westlich von Teheran an einen unbekannten Ort verlegt worden sein. Gleichzeitig sollen Verantwortliche aus der Justiz deren Familien telefonisch mitgeteilt haben, dass sie noch bis Dienstagnachmittag um 15 Uhr Zeit hätten, sich von ihren inhaftierten Angehörigen zu verabschieden. Nach der iranischen Verfassung von 1979 ist die schiitisch-dschafaritische Rechtsschule des Islam Staatsreligion des Landes. Die sunnitische Minderheit im Iran ist in der Politik kaum vertreten und wird auch im religiösen Bereich diskriminiert. Dabei leben mehr als zehn Millionen Sunniten im Iran. (fh) Auch diese Meldung kann Sie interessieren:

    Weltweit meiste Hinrichtungen im Iran

  • 20.07
    2016

    Allgemein

    Hunderte iranische JournalistInnen haben in den vergangenen Tagen anonyme SMS erhalten, in denen sie vor „Kontakten und Zusammenarbeit mit feindlichen Elementen im Ausland – per Mail oder über andere Kommunikationsmittel“ gewarnt werden. Solche seien „ein Verbrechen und werden vor Gericht gebracht“, heißt es in der Nachricht weiter, wie die Agentur ISNA bereits am Samstag berichtete. Die SMS, die von vielen EmpfängerInnen in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, endet mit dem Satz: „Diese SMS ist die letzte Warnung.“ Die iranische Justiz stufe die Nachricht nicht als „Drohung“, sondern als „Warnsignal“ ein, sagte deren Sprecher Gholamhossein Mohseni Ejei Nachrichtenagenturen zufolge am Montag. Es sei unklar, wer die SMS verschickt habe, so Mohseni Ejei. Aber Kooperation mit „antirevolutionären und regimefeindlichen Medien oder Institutionen“ sei auf jeden Fall strafbar, betonte der Justizsprecher. Die SMS habe unter JournalistInnen Besorgnis ausgelöst, sagte der Abgeordnete Ali Motahari. Die Geheimdienste müssten herausfinden, wer sie verschickt habe, und die Justizbehörden müssten gegen die Verantwortlichen vorgehen, forderte er. Ende April waren die vier JournalistInnen Afarin Chitsaz, Davood Assadi, Ehsan Safarzaie und Ehsan Mazandarani zu insgesamt 27 Jahren Haft verurteilt worden. Ihnen wurden „mediale Aktivitäten im Dienste von Feinden“ und „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen.

  • mehriran.de – Ohne Aufmerksamkeit und Druck von der internationalen Gemeinschaft, wird sich in Sachen Menschenrechte im Iran nichts ändern! – Mehrere Menschenrechtsorganisationen rufen zu einer Menschenrechtsorganisationen rufen zu einer Mahnwache (Freitag, 22. – Sonntag, 24. Juli 2016) vor dem iranischen Konsulat, Bebelstr. 18, in Hamburg auf. Während der Mahnwache werden zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten aus Solidarität mit den politischen Gefangenen im Iran in einen Hungerstreik treten. mehriran.de – Die Situation mehrerer politischer Gefangenen im Iran ist lebensbedrohlich. Sie protestieren durch Hungerstreiks gegen die Misshandlungen, Entrechtungen und Entwürdigungen, die sie in verschiedenen Gefängnissen Irans erdulden müssen. Manchen werden dringend benötigte medizinische Versorgung oder Medikamente verweigert, andere werden bedroht, wenn sie von ihrer Situation schreiben oder erzählen. Das Regime versucht nach wie vor sich der Weltöffentlichkeit mit sauberer Weste zu präsentieren. Gleichzeitig hat sich die Situation für Menschenrechtsanwälte, Journalisten und ethnische und religiöse Minderheiten kaum gebessert. Die Berichte von Amnesty InternationalReporter ohne Grenzen,Gesellschaft für bedrohte Völker u.a. sind ein beredtes Zeugnis für die Missstände in Bezug auf die Menschenrechtslage im Iran. Immer wieder werden Appelle an die nationale und internationale Politik veröffentlicht, Iran an seine Selbstverpflichtungen in Bezug auf die Einhaltung der Bürger- und Menschenrechte zu erinnern. Mehrere Aktivistinnen und Aktivisten werden sich von Freitag bis Sonntag vor dem iranischen Generalkonsulat für eine Mahnwache versammeln. Einige werden in Solidarität mit den politischen Gefangenen im Iran in einen Hungerstreik treten, andere werden mit Plakaten und lauten Parolen protestieren. Weitere Aktionen finden zeitgleich in weiteren europäischen und amerikanischen Städten statt. Organisiert wird die Aktion im Wesentlichen vom Hamburger Verein für Demokratie und Menschenrecht

     
  • 18.07
    2016

    News, Verschiedenes

    Die Staatsanwaltschaft in Teheran hat gegen drei Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft Anklage wegen Spionage erhoben. Das teilte Staatsanwalt Abbas Jafari Doulatabadi mit. Dabei handelt es sich um die britisch-iranische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, Projektmanagerin bei der Thomson Reuters Stiftung, die kanadisch-iranische Universitätsprofessorin Homa Hoodfar und den amerikanisch-iranischen Wirtschaftsberater Siamak Namazi.

    http://iranjournal.org/news/iran-politische-verhaftungen

  • 18.07
    2016

    Allgemein, News

    Laut Angaben des persischsprachigen Nachrichtenportals Human Rights Activists News Agency (HRANA) vom Donnerstag ist der Inhaftierte Nader Dastanpour infolge von Schlägen in der Untersuchungshaft und einer  Kopfverletzung gestorben. Laut sicheren Quellen, die nicht genannt werden wollten, sei der junge Mann am 23. Juni in der Wohnung seiner Eltern in Teheran zusammen mit seinem Bruder festgenommen worden, berichtet HRANA. Dabei sollen die Sicherheitsbeamten bei der Festnahme Gewalt angewendet und Tränengas benutzt haben. Einen Tag später sei Dastanpour in der Untersuchungshaft gestorben. Obwohl er schwer am Kopf verletzt worden war, hätten die Verantwortlichen ihn nicht ins Krankenhaus eingeliefert, so HRANA. Die Gründe für seine Festnahme sind bislang unklar, ein Haftbefehl soll nicht vorgelegt worden sein. Der Vater des jungen Iraners will nun gegen die Verantwortlichen klagen. In den vergangenen zwei Monate sind zwei weitere Männer, der Afghane Ehsanullah Ehsani in der Stadt Yazd und der Iraner Nader Sharifi in der Stadt Abadan, infolge von Folter gestorben. International bekannt wurde der Fall von Sattar Behehsti. Der Arbeiteraktivist und Blogger war am 30. Oktober 2012 in seiner Wohnung in der iranischen Kleinstadt Robat Karim südlich von Teheran von der iranischen Cyber-Polizei festgenommen worden. Ihm wurden „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit in sozialen Netzwerken und auf Facebook“ vorgeworfen. Fünf Tage später wurde Beheshtis Familie von den Behörden aufgefordert, die Leiche des 35-Jährigen im Teheraner Evin-Gefängnis abzuholen. Zwar wurde später ein Gerichtsverfahren eingeleitet, aber nur auf „scheinbar versuchten Mord“, was die Familie als inakzeptabel bezeichnete. Sie boykottierte deshalb den Prozess. Behehsti sei an den Folgen schwerer Schläge gestorben, die zu inneren Blutungen geführt hätten, sagte damals die Rechtsanwältin Gitti Pourfazel.

  • 18.07
    2016

    News

    - Interview mit Parviz Mokhtary, Menschenrechtler, Exiliraner, Wirt, Sprecher der Hamburger Gruppe Verein für Menschenrechte und Demokratie für Iran aus Anlass eines bevorstehenden Hungerstreiks aus Verzweiflung über die Lage vieler politischen Gefangenen im Iran und die Sprachlosigkeit deutscher Politiker darüber. mehriran.de: „Welche Chancen geben Sie einem weltweiten Hungerstreik einiger Aktivisten im Ausland im Iran etwas zu bewirken?“ Parviz Mokhtary: „Der Atomstreit mit den westlichen Mächten ist einigermaßen beigelegt. Die Menschenrechte werden seither unter den Tisch gekehrt. Politiker reisen mit Wirtschaftsdelegationen in den Iran und kommen mit vollen Auftragsbüchern zurück. Das ist eine Schande. Zwar behaupten sie auch die Menschenrechte anzusprechen, aber Ernst kann das niemand nehmen. Das sind Reden, um uns zu beruhigen. Deutliche und ernste Wörte werden nicht ausgesprochen. Amnesty International sendet dringende Appelle an Politiker sich einzusetzen, Reporter ohne Grenzen hat erst kürzlich einen Bericht veröffentlicht. Wenn man uns Exiliraner nicht glaubt, sollte man den Sondern  Beauftragten der UN für die Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, befragen! Aber es passiert nichts! Uns bleiben an dieser Stelle, wo wir kein Gehör finden, nur noch Verzweiflungstaten. Wir wissen keine anderen Mittel mehr auf die Menschenrechtslage im Iran aufmerksam zu machen und um Hilfe zu bitten. Es haben sich jetzt 29 Organisationen aus den USA und Europa zu einem Solidaritätsrat für Demokratie und Menschenrechte im Iran zusammen getan. Alle Organisationen sind unabhängig. Der Rat bekommt Aktionsvorschläge und verbreitet sie zwischen Mitgeliedern und Koordiniert die Aktionen. Für die Zeit vom 22.-24. Juli werden einige Organisationen den Hungerstreik mitmachen, andere werden auf die Straße gehen. Bisher wissen wir, dass in Paris, Göteborg, Montreal,  Atlanta, Fresno, Dallas, Calgary und Hamburg Hungerstreikende sich an prominenten Stellen in den Städten durch spektakuläre Aktionen ins Rampenlicht bringen werden, um auf das Schicksal der politischen Gefangenen im Iran aufmerksam zu machen.“ http://mehriran.de/artikel/warum-schweigt-die-deutsche-politik-zur-miserablen-lage-politischer-gefangenen-im-iran.html

  • 06.07
    2016

    News, Verschiedenes
    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/07/abbas-kiarostami-302x198.jpg

    Abbas Kiarostami, der international rennomierte Filmregisseur ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Schöpfer zahlreicher preisgekrönter Filme erlag einer langanhaltenden Krankheit. Kiarostami war nach einer Darmoperation in Teheran schwer angeschlagen und für weitere Behandlung nach Paris gereist. Der Altmeister des iranischen Kinos hatte in den 60 er Jahren im Iran Malerei studiert und drehte 1970 seinen ersten Kurzfilm. Im Jahr 1974 debütierte er mit seinem ersten langen Spielfilm „Mossafer“ („Reisende“). Ende der 1980er Jahre wurde Kiarostami durch seinen Film „Wo ist das Haus meines Freundes?“ auch international bekannt. Er gewann zahlreiche internationale Filmpreise. Unter anderem wurde er 1997 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme für seinen Film „Der Geschmack der Kirsche“ geehrt. Zwei Jahre später erhielt er bei den Filmfestspielen von Venedig mehrere Auszeichnungen für „Der Wind wird uns tragen“. (fp)

  • 06.07
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/07/iran-gefa%CC%88ngnis-prison-tehran2-302x185.jpg

    Ein Bericht über menschenunwürdige Haftbedingungen und Misshandlung von Gefangenen in dem vor einem Jahr eröffneten Gefängnis von Teheran brachte der reformorientierten Tageszeitung Ghanoon am 20. Juni Verbot und Schließung. Veranlasst wurde das durch den Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarde. Iran Journal dokumentiert den Bericht. mehr »

  • 30.06
    2016

    News, Verschiedenes
     
    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/kunst_iran-302x181.jpg
     
    Ende Mai erhielt die in Deutschland lebende Künstlerin Parastou Forouhar eine Nachricht aus Teheran, die als „sehr dringlich“ gekennzeichnet war. Sie enthielt mehrere Links, die sie zu Webseiten von Nachrichtenagenturen der Hardliner im Iran führten. Dort wurde ihr „Blasphemie“ vorgeworfen, was die Künstlerin in eine schwierige Lage bringen kann. In einer Erklärung für Iran Journal erläutert Forouhar die Hintergründe dieses Vorwurfs. mehr »

  • 30.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Jafar-Azimzadeh-1-302x169.jpg

    Seit dem 1. Mai befindet sich der inhaftierte Arbeiteraktivist Jafar Azimzadeh bereits im Hungerstreik. Nun liegt der Gewerkschafter mit lebensgefährlichen Herzleiden im Krankenhaus. Wie das persischsprachige Nachrichtenportal „Human Rights Activists“ berichtet, soll der Teheraner Staatsanwalt Jafari Doulatabadi Azimzadehs Ehefrau mitgeteilt haben, man werde nichts für ihren Mann unternehmen, „selbst wenn er stirbt“. Seit 2003 sind im Iran bereits 50 politische Gefangene durch Fahrlässigkeit der Verantwortlichen ums Leben gekommen. Zuletzt starb am 14. September 2015 im Rajaei-Shahr-Gefängnis in der Stadt Karaj der Arbeiteraktivist Shahrokh Zamani an den Folgen eines Hirnschlags. Azimzadeh hatte sich für die Petition zur Einführung eines Mindestlohn eingesetzt, die von rund 40.000 ArbeiterInnen unterschrieben wurde. Zudem hatte er Protestversammlung gegen niedrige Löhne vor dem iranischen Parlament und dem Arbeitsministerium organisiert. Azimzadeh war im Mai 2014 in Teheran verhaftet und nach 46 Tagen zunächst gegen eine Kaution in Höhe von 100 Millionen Tuman, 35.000 Euro, freigelassen worden. Im November 2014 wurde er vom Revolutionsgericht in Teheran zu sechs Jahren Haft wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ verurteilt. http://iranjournal.org/news/iran-gewerkschaften-azimzadeh

     

  • 30.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/05/Narges-Mohammadi-302x141.jpgNarges Mohammadi befindet sich seit Montag im Hungerstreik. Die iranische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin sitzt seit Mai 2015 im Teheraner Evin-Gefängnis. Mit ihrem Hungerstreik protestiert die Inhaftierte gegen das Verbot, mit ihren in Paris lebenden Kindern zu telefonieren. Ihr Ehemann Taghi Rahmani, der im Pariser Exil lebt, ist außerdem besorgt über den Gesundheitszustand seiner Frau, die wegen einer neurologischen Erkrankung bis zu 15 verschiedene Medikamente einnehmen muss. Seit Juli vergangenen Jahres leben Mohammadis Zwillinge bei ihrem Vater in Paris. Der Oppositionelle hatte den Iran 2011 wegen staatlicher Verfolgung verlassen. Er klagt über die Einschränkungen für die Insassinnen im Frauentrakt 209 des Evin-Gefängnisses. Ihnen werde kein Telefon zur Verfügung gestellt und damit ihr Recht auf Kontakt zu ihren Familien genommen. Mohammadi war im Mai dieses Jahres vom Teheraner Revolutionsgericht zu zehn Jahren Haft wegen „Verschwörung gegen die Islamische Republik“, „Propaganda gegen die Regierung“ und „Mitarbeit an einer verbotenen Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe im Iran“ verurteilt worden. Zuvor war sie stellvertretende Leiterin des Zentrums zum Schutz der Menschenrechte, einer iranischen Nichtregierungsorganisation, die in Fällen von Menschenrechtsverletzungen unentgeltlich juristische Unterstützung leistete. Das Zentrum ist mittlerweile verboten worden. http://iranjournal.org/news/iran-menschenrechte-mohammadi

  • 27.06
    2016

    Verschiedenes

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/iran-frauen-302x230.jpg

    Die Arbeitslosigkeit im Iran steigt weiter. Betroffen sind vor allem gebildete junge Frauen. Nicht alle politischen Lager im Iran finden das schlimm. Vergangene Woche veröffentlichte das iranische Zentrum für Statistik (Markaze Amare Iran) aktuelle Arbeitslosenzahlen. Demnach sind 11,8 Prozent der potenziellen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und sofort verfügbare Erwerbslose) im Iran arbeitslos. Das sind 1,2 Prozent mehr als der Durchschnitt des vergangenen iranischen Jahres (21. März 2014 – 20. März 2015). Dabei ist die Arbeitslosigkeit bei Frauen mit 19,7 Prozent fast doppelt so hoch wie bei Männern (10,2 Prozent). Bei den Hochschulabsolventinnen liegt sie sogar zweieinhalb Mal höher als bei männlichen Akademikern. Aus den Statistiken geht auch hervor, dass mehr als 1,6 Millionen IranerInnen die Suche nach einer Beschäftigung bereits aufgegeben haben. Trotzdem bleibt die durchschnittliche Arbeitslosenquote ähnlich hoch wie in den vergangenen 20 Jahren – nach offiziellen Angaben bei etwa 13 Prozent. mehr »http://iranjournal.org/gesellschaft/iran-arbeitslosigkeit

  • 27.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Ghanoon-302x209.jpg

    Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarde hat gegen die Reformer-Zeitung Ghanoon Anzeige erstattet. Grund ist die Veröffentlichung einer kritischen Reportage über „Teherans großes Gefängnis“. Das Erscheinen der Zeitung sei daraufhin verboten worden, gab Ghanoon am Montag auf ihrer Webseite bekannt. Der Vorwurf laute auf „Verbreitung von Lügen“ und „öffentliche Panikmache“. Von offizieller Seite gab es bislang keine Stellungnahme dazu.Vergangene Woche hatte der Teheraner Generalstaatsanwalt Abbas Jafari bereits erklärt, die Leitung der Organisation der iranischen Gefängnisse habe gegen die Chefredakteurin der Zeitung, Mahnaz Mazaheri, Anzeige erstattet. Auch Jafari kritisierte die Zeitung und nannte die Reportage „erfunden und erlogen“. Er werde nicht zulassen, dass Zeitungen „alles schreiben, was sie wollen“, betonte Jafari.Ghanoon, auf deutsch „Gesetz“, hatte in ihrer Ausgabe vom Samstag unter dem Titel „24 verdammte Stunden“ eine Reportage über Teherans großes Gefängnis, das vor einem Jahr südlich der Hauptstadt eröffnete, veröffentlicht. Darin schildert ein ehemaliger Inhaftierter die miserablen Zustände dort. Die Reformer-Zeitung erschien erstmals Ende Oktober 2012. Im Mai 2014 wurde sie bereits einmal verboten und blieb damals für mehr als sechs Monate geschlossen.

  • 13.06
    2016

    Allgemein, News

    Die iranisch-kanadische Anthropologieprofessorin Homa Hoodfar ist am Montag in Teheran verhaftet worden. Das teilte ihre Familie in einem offenen Brief mit, den das persischsprachige Nachrichtenportal Kalameh am Donnerstag veröffentlichte. Demnach soll Hoodfar am 1. Juni telefonisch aufgefordert worden sein, im Teheraner Evin-Gefängnis vorzusprechen. Dort sei sie gleich verhaftet worden, so Kalameh. Ihre Familie macht sich vor allem um ihren gesundheitlichen Zustand Sorgen. Hoodfar hat einen Hirninfarkt hinter sich und muss spezielle Medikamente einnehmen, die aber von den Verantwortlichen im Gefängnis nicht entgegengenommen würden, schreibt die Familie. http://iranjournal.org/news/iran-menschenrechte-hoodfar

  • 13.06
    2016

    Allgemein, News

    http://iranjournal.org/wp-content/uploads/2016/06/Arash-Sadeghi-302x203.png

    Der iranische Studentenaktivist Arash Sadeghi ist seit Dienstag im Gefängnis. Das teilte seine Frau Golrokh Iraie am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite mit. Sadeghi sei am Dienstag im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten worden, als er dort wegen seines Falls vorsprechen sollte. Er müsse nun „unerwartet und ohne vorherigen Bescheid“ seine 19-jährige Haftstrafe antreten, so Iraie. Sadeghi war Philosophiestudent an der Teheraner Alameh-Tabatabei-Universität, als er nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Iran im Juni 2009 unter dem Vorwurf, „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ verübt und das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei beleidigt zu haben, mehrfach verhaftet wurde. Damals wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten vom Studium ausgeschlossen. Als Sicherheitskräfte ihn 2014 in seiner Teheraner Wohnung verhafteten, erlitt seine Mutter einen Herzinfarkt und verstarb wenige Tagespäter.

    http://iranjournal.org/news/iran-politische-aktivitaet


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